CBC-Claudia Beyer

CBC-Claudia Beyer

Kreatives und Fachliches

Mein Blog...
...ist sowohl eine Ansammlung von eigenen kreativen Werken, die ich im Laufe meines bisherigen Lebens in unterschiedlicher Methodik geschaffen habe, als auch eine Ansammlung fachlicher Impulse.
Beobachtungen, Interpretationen und thematische Ausarbeitungen.

-nicht viel, intensiv, teilweise anstrengend, hilfreich, unglaublich, traurig, erschreckend, ermutigend, motivierend, facettenreich.-

Methodische Aufarbeitungen von Erlebnissen aus Beruf und Privatleben

Haltung, Prinzipien, Visionen

Alleinerziehend in Deutschland

Fachliche Themen SozialwesenGeschrieben von Claudia Beyer So, Februar 17, 2019 22:36:58
Alleinerziehend in Deutschland

I. Einleitung
Der Mensch lebt von Natur aus in Gruppen. So möchte ich die kleinste natürliche Gruppe, die Familie, als Zelle des großen Organismus „Gesellschaft“ bezeichnen. Um einen Organismus gesund zu erhalten, muss auch die kleinste Zelle in diesem gesund sein und funktionieren.
Ehe und Familie gehören zu den vordringlichsten Aufgabenfeldern in unserer Gesellschaft.
Sie haben heute schwierige Rahmenbedingungen. In den Großstädten wird fast jede zweite Ehe geschieden. Viele Kinder sind stille Opfer der Trennungen. Kinderreiche Familien haben es schwer. Es gibt nicht nur viele praktische Probleme, sondern auch mehr oder minder theoretisch fundierte Umdeutungen der Familie.
Die Familie ist wegen ihrer Bedeutung für die Gesellschaft besonders schutzbedürftig.
Familien in besonderen Lebenssituationen sind zusätzlichen Belastungen ausgesetzt und deshalb auch in stärkerem Maß auf Unterstützung angewiesen. Die Familiensoziologen beschreiben mit den Stichworten „Individualisierung und Pluralisierung der Lebensformen“
einen gesellschaftlichen Wandel, der zu Veränderungen der Leitbilder für das Familienleben führt. Dies bringt für viele Familien nicht nur den Ausbruch aus traditionellen Rollenmustern und Erziehungsvorstellungen, sondern zugleich eine Wechselwirkung zwischen persönlichen Lebensentwürfen und gesellschaftlichem Wandel.

Mir stellen sich Fragen, wie z.B.: „Wie viel Auflösung der Gemeinschaft verträgt der
Mensch? Welchen Familien-Sinn entwickeln Menschen, in diesem Fall Eltern, Kinder und Jugendliche in einer Zeit großer gesellschaftlicher und biographischer Umbrüche?
Welche Wurzeln können Kinder und Jugendliche in einer der unterschiedlichen
Familienformen, die bezeichnend für die gegenwärtige Gesellschaft sind, entwickeln, die im Zeitalter der Globalisierung aufwachsen?
In einer Zeit der Ökonomisierung aller Lebensbereiche und rasanter Medienentwicklung, in der Traditionen, Weitergabe von überliefertem, landeigenen Kulturgut und Glaube immer weniger Stellenwert haben?
Wie wirkt sich die ansteigende Zahl von Alleinerziehenden in unserem Land auf die
Betroffenen, deren Kinder und die Gesellschaft aus? Wo liegen die Gründe für diesen Wandel im gemeinschaftlichen Leben? Wird aus der „Kleingruppe“ Deutschland die „Großgruppe“ Europa? Was könnte das für Auswirkungen auf den Einzelnen haben?

Hier spielen soziologische Forschungen eine große Rolle, um vielleicht die ein oder andere Frage beantworten zu können oder Erklärungen für gesellschaftlichen Wandel und Entwicklungen zu finden.

Um das Thema dieser Arbeit verständlich und strukturiert erörtern zu können, sehe ich die Notwendigkeit, im Vorfeld einen kurzen, allgemeinen Überblick über „Sozialwissenschaft“ und „Familie in unserer Gesellschaft“ zu geben.

1. Sozialwissenschaft

1.1 Definition

Die Sozialwissenschaft wird als Gesamtheit der Wissenschaft bezeichnet, die sich mit dem
Zusammenleben der Menschen und seinen Ordnungsformen befassen, wie Sozialphilosophie,
Soziologie, Sozialökonomie, Sozialpolitik, Sozialrecht, Sozialpsychologie. Oft steht diese
auch als zusammenfassende Bezeichnung für Rechtswissenschaft, Soziologie und
Politikwissenschaft. Die Sozialwissenschaft beschäftigt sich mit den sozialen Subjekten, den
sozialen Prozessen und den sozialen Katalysatoren . Sie bildet Theorien, die sich z.B. durch
Markt- und Wahlforschung entwickeln. Bereits in den 1940er Jahren kam es zur Bildung der
ersten Meinungsforschungsinstitute in Deutschland.

1.2. Zielsetzung der Sozialwissenschaft
Die „Wissenschaft vom Sozialen“, befasst sich mit den verschiedenen Formen der
Vergemeinschaftung (die Mikroebene, wie z.B. Familie, Verwandtschaft, Nachbarschaft, soziale Gruppe) und der Vergesellschaftung (die Makroebene, wie z.B.Organisation, Gesellschaft, Staat) der Menschen. Die Schaffung und Existenz entsprechender institutioneller Strukturen im Mesoraum (zivilgesellschaftliche und privatwirtschaftliche Organisationen, Initiativen, Förderinstrumente, Dienstleistungen etc.) und auch effizienter staatlicher Strukturen ist eine wichtige Voraussetzung, z.B. um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen nachhaltig zu etablieren, Potenziale zu nutzen und wirtschaftliche wie auch soziale Zukunftsfähigkeit zu entwickeln.

Anknüpfend an das Konzept der systemischen Wettbewerbsfähigkeit ist hervorzuheben, dass
eine Gesellschaft bzw. Volkswirtschaft umso besser für den internationalen Wettbewerb gerüstet ist, je effizienter und vernetzter die Akteure auf Mikro-, Meso- und Makroebene handeln und je höher die „strategische Kompetenz“ und Innovationsfähigkeit ist. Nicht der Markt, sondern die von Menschen gemachten Spielregeln verhindern heute eine optimale Nutzung der menschlichen Ressourcen.
Um Entwicklungen oder Veränderungen in der Gesellschaft festzustellen, erörtern und belegen zu können benötigt die Sozialwissenschaft die Ergebnisse empirischer Erhebungen der Soziologie, in vielerlei Facetten. Die Forschungsergebnisse werden sozialwissenschaftlich verarbeitet und gesellschaftlich implementiert. So können eventuelle Verbesserungen, Änderungen oder Weiterentwicklungen, zukunftsorientiert, praktisch und förderlich für die Gemeinschaft umgesetzt werden.

2. Soziologie

2.1. Definition

„Soziologie wurde früher auch als Gesellschaftslehre bezeichnet, die Wissenschaft von den formalen und inhaltlichen Zusammenhängen des Lebens gegenwärtiger und historischer Gesellschaften. Als Tatsachen- oder Wirklichkeitswissenschaft stellt sie im Unterschied zur Sozialphilosophie und Sozialethik keine Normen für soziale Zustände und ihnen entsprechende menschliche Verhaltensweisen und Eigenschaften auf. Als "soziologischer Aspekt" hat ihre Betrachtungsweise Eingang in fast alle anderen Sozialwissenschaften und Kulturwissenschaften gefunden. Die Bezeichnung Soziologie wurde zuerst von A. Comte geprägt. In Deutschland hat sich die Soziologie zuerst wesentlich als Wissenschaft von den Struktur- und Bewegungsgesetzen der bürgerlichen Industriegesellschaft begriffen (so bei L.
von Stein, Marx, W. H. Riehl). Mit ihrer Festigung und Ausbreitung entwickelte sich neben der allgemeinen Soziologie eine Vielzahl von speziellen Soziologien, z. B. Agrarsoziologie, Familiensoziologie, Gemeindesoziologie, Finanzsoziologie, Industriesoziologie, Kunstsoziologie, Rechtssoziologie, Religionssoziologie, Wirtschaftssoziologie usw.“ (vergl. Online Quelle „www.Wissen.de“)

„Soziologie ist eine Sozialwissenschaft, die sich nicht auf spezifische Themengebiete (wie etwa die Politikwissenschaft oder die Wirtschaftswissenschaft) festgelegt hat, sondern den Anspruch hat, mit einer Reihe von soziologischen Methoden das soziale Zusammenleben in
Gemeinschaften und Gesellschaften zu erforschen. Dazu fragt die Soziologie nach dem Sinn und den Strukturen des sozialen Handelns sowie nach den damit verbundenen Normen und untersucht einzelne soziale Gebilde (bzw. Systeme, Institutionen, Gruppen und Organisationen). Zugleich wirft sie ihren Blick auf den sozialen Wandel, dem diese unterliegen.“
(vergl. Online Quelle „www.Wikipedia.de“, der freien Enzyklopädie)

Der Anspruch der Soziologie kommt in Max Webers Definition einer verstehenden und zugleich erklärenden Soziologie zum Ausdruck. Demnach ist Soziologie "eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will". (vergl „www.Wikipedia.de“, der freien Enzyklopädie)

2.2 „Soziologie“ im Überblick

Als eine eigenständige Wissenschaft gibt es die "Soziologie" erst seit Ende des 19.
Jahrhunderts. Ihre Entstehungsgeschichte ist eng mit der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft im Europa des 19. Jahrhunderts sowie mit der sich bildenden Industriegesellschaft verbunden.
Das Wort „Soziologie“ ist eine von Auguste Comte Mitte des 19. Jahrhunderts geprägte Zusammensetzung aus dem lateinischen Wort „socius“ (gemeinsam) und dem griechischen Wort „lógos“ (Wort, Wahrheit, Wissenschaft).
Unmittelbare Vorläufer der Soziologie, wie Karl Marx, werden heute ebenfalls als
soziologische Klassiker verstanden, was auch auf Friedrich Engels zutrifft, der mit "Die Lage der arbeitenden Klasse in England" schon um 1844 eine wichtige - wenn auch "engagierte" - soziologische Studie vorlegte. Als nachhaltige Begründer der Soziologie im heutigen Sinne gelten insbesondere Max Weber und Émile Durkheim;
Eine häufig vorzufindende Unterteilung der Soziologie unterscheidet zwischen dem Blick auf Gesellschaften (a: Makrosoziologie) und dem Blick auf das individuelle Handeln (b: Mikrosoziologie). Daneben wird teilweise eine intermediäre Ebene (c: Mesosoziologie) als Soziologie, in der Handeln und soziale Systeme zusammentreffen, angeführt.
• Makrosoziologie (Kollektiv, Gesellschaft, System, Struktur)
• Mikrosoziologie (Individuum, Interaktion, Handeln)
• Mesosoziologie (Institutionen, Rituale und Organisationen)

In der Praxis könnte man sich folgende Umsetzung der drei Ebenen so vorstellen:
• Makroebene – Politische und standespolitische integrative Berücksichtigung der
Armutsentwicklung, Gesundheitsförderung mit der Schaffung entsprechender gesetzlicher Rahmenbedingungen, Praktizieren einer Familienunterstützenden Politik
• Mikroebene – interdisziplinäre Versorgungsdeckung vor Ort durch z.B. entsprechende unproblematisch ausgerichtete medizinische Versorgungsprojekte, aufsuchendes Personal oder Beratungsstellen, was auch bedeuten soll, Hilfe durch kurze, unkomplizierte Wege zu ermöglichen.
• Mesoebene – Vernetzung, Kooperation und Implementierung von Projekten in
bestehende Versorgungskonzepte ( Kliniken, Ämter, Verbände, Vereine usw.)
Der Allgemeinen Soziologie werden die für das Fach wichtigen theoretischen Ansätze und auch Sachgebiete, wie das Verhältnis von Akteur und Gesellschaft bzw. Person und sozialem System, sowie die Struktur und der Wandel von Gesellschaften/sozialen Systemen zugerechnet. Themen der Allgemeinen Soziologie sind u.a. soziales Handeln und soziale Beziehung, soziale Ungleichheit, Gruppen , Sozialisation, sozialer Wandel, Soziale Mobilität, Methoden der Forschung, soziale Rollen, Tausch, Klasse, Elite, Macht und Herrschaft etc.
Konkrete Themen, mit denen sich die Soziologie beschäftigt, sind beispielsweise Arbeit, Migration, Geschlecht, soziale Netzwerke, Sexualität, Alltag und Lebenswelt. Für viele dieser Themen haben sich spezielle Soziologien etabliert. Schließlich lassen sich die Themenbereiche der Soziologie auch danach unterscheiden, ob sie der allgemeinen Soziologie zuzurechnen sind, also generelle Gültigkeit beanspruchen, oder ob es sich dabei um Themen einer speziellen Soziologie handelt.
Spezielle Soziologien befassen sich mit den Strukturen und Prozessen gesellschaftlicher Teilsysteme oder institutioneller Bereiche der Gesellschaft.

Zu den speziellen Soziologien zählen unter anderem z.B.

• die Soziologie des Alter(n)s
• die Soziologie der Familien
• die Soziologie der Bildung
• die Soziologie der Erziehung
• die Soziologie der Migration
• die Soziologie der Medien
• die Soziologie der Religion
• die Soziologie der Politik
usw., nur um einige Beispiele zu nennen.

Für eine empirische Sozialforschung bedient sich der Soziologe unterschiedlicher
Arbeitsmethoden. Diese gliedern sich in „quantitative und qualitative Methoden“, wie z.B. Biografieforschung oder historische Soziologie.
Quantitative Analysen beziehen sich auf die Längsschnittbefragung können zum Beispiel sein:

• Wohlbefinden: Lebenszufriedenheit, Zufriedenheit mit beruflicher und
finanzieller Situation
• Beziehungsqualität des sozialen Netzes, Freunde, Hobbies
• Rollen und Rolleninvestment
• Ressourcen: psychische (Persönlichkeit, Kontrolle),
soziale (erhaltene und erteilte Unterstützung)
physische (Anzahl in Anspruch genommener Therapien)
Im Bezug auf „Alleinerziehende in Deutschland“ könnte eine derartige Erhebung Auskunft über Unterschiede zwischen den Alleinerziehenden und anderen Lebenswelten einerseits und innerhalb der Gruppe der Alleinerziehenden andererseits geben.
Qualitative Analysen orientieren sich am Problemzentrierten und eignen sich für die
Untersuchung von konkreten psychosozialen Problemen, welche die von den
Untersuchungsteilnehmenden formulierte subjektive Sicht einbezieht. z.B. im Bezug auf Alleinerziehende in Deutschland
• subjektiv relevante biographische Themen
• Beurteilung des Alleinerziehens
• Bewältigung des Alleinerziehens

Angesichts der individuell nicht vorhersehbaren sozialen Risiken ist eine jeweils angemessene institutionelle Grundausstattung anzustreben, welche allen Bürgern einerseits Schutz vor plötzlichen oder dauerhaften Einkommensverlusten (und der damit verbundenen Armut) und andererseits vor sozialen und politischen Benachteiligungen bietet.
Angesichts sehr knapper Ressourcen, der voranschreitenden Armut und sozialen
Diskriminierung breiter Bevölkerungsschichten, war und ist bis heute, einer der wichtigsten Schritte, die Schaffung von sozialer Absicherung. Die Grundlagen hierfür liegen in der Sozialpolitik, die direkt an jedem einzelnen Bürger ihre Anwendung findet.

3. Sozialpolitik

3.1. Definition

Sozialpolitik im weiteren Sinne ist eine Gesellschaftspolitik zum Ausgleich von Interessen
verschiedener gesellschaftlicher Gruppen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des sozialen Friedens, zu einer nachhaltigen, positiven, gesellschaftlichen Entwicklung und zu wirtschaftlichem Wachstum.

3.2. Zielsetzung der Sozialpolitik

Sozialpolitik im engeren Sinne umschreibt ein Politikfeld, dessen Interventionen bewirken,dass

• Risiken vermieden bzw. ihre sozialen und ökonomischen Auswirkungen begrenzt
werden (Risikovermeidungsfunktion),
• Soziale und ökonomische Risiken von Individuen, Haushalten und sozialen Gruppen besser bewältigt werden können (Schutz vor Armutsrisiken),
• extrem arme Personen, die kaum noch über eigenes produktives Potenzial verfügen,durch Subventionen oder sozialhilfeähnliche Ansätze unterstützt werden (Unterstützungsfunktion),
• arme Menschen mehr Chancen und Optionen haben, ihre Fähigkeiten und Potenziale in die wirtschaftliche und soziale Entwicklung einzubringen (Verbesserung der
Chancengerechtigkeit).

Alle beschriebenen Funktionen sind dabei auch unter dem Gesichtspunkt gleicher Zugänge und gleicher Chancen von Frauen und Männern (Gleichstellung / Gender Mainstreaming) zu betrachten. Sozialpolitik zielt auf eine Verbesserung der Verteilungsposition sozial benachteiligter Menschen ab, sowohl durch vergrößerte Einkommensmöglichkeiten am Markt als auch durch verstärkte Investitionen in die Armen. Sie eröffnet neue Wachstums- und Verteilungsspielräume durch die notwendige Beteiligung der Armen. Nicht die Versorgung der armen Bevölkerung steht im Vordergrund sozialpolitischer Beratung, sondern ihre (Re-)
Integration in den wirtschaftlichen Prozess und damit die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Landes. Zum Abbau sozialer Ungleichheit und zur produktiven Nutzung der Potenziale armer und benachteiligter Bevölkerungsschichten ist aber auch eine entsprechend ausgerichtete Wirtschaftspolitik eine wichtige Voraussetzung.

Kooperation von Staat und Zivilgesellschaft, d.h. die Beteiligung zivilgesellschaftlicher und kommunaler Gruppen an der Definition der Sozialpolitik, an der Kontrolle des staatlichen Leistungsangebots, der Erbringung der Leistungen (Eigenbeteiligung), der Gewichtung und Gestaltung sozialpolitischer Maßnahmen und der Schaffung eines Ausgleichs zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Als zeitgemäßes Beispiel möchte ich hier die Umsetzung von „Hartz IV“ seit 1.01. diesen Jahres (2005) nennen, wobei das bis dorthin bestehende BSHG abgelöst wurde und das Arbeitslosengeld II ins Leben gerufen wurde, dessen Anwendung jetzt im SGB II geregelt ist.
Weitere praktische Umsetzungen sozialpolitischer Ziele die jeden einzelnen Bürger betreffen, zeigen sich in der in Deutschland bestehenden Form des Sozialversicherungssystems.

3.3. Sozialversicherung in Deutschland

Die Ursprünge der modernen Sozialversicherung reichen bis in die zweite Hälfte des
19.Jahrhunderts zurück.
Die soziale Sicherheit war in der Vergangenheit durch die Familie garantiert. Die Kinder wurden aufgezogen, ausgebildet, arbeiteten und sorgten dafür dann für die Alten. Auch bei Krankheiten oder Unfällen musste die Familie einspringen.
Mit der zunehmenden Industrialisierung veränderte sich die Arbeitswelt rapide. Kinderarbeit, überlange Arbeitszeiten und katastrophale Bedingungen waren üblich.
Die Arbeitnehmer schlossen sich deshalb zu Organisationen zusammen. So konnten sie als starke Gemeinschaft den Unternehmern gegenüber ihre Interessen durchsetzen. Die deutsche Sozialpolitik setzte 1818 in Preußen gegen die Missstände der Kinderarbeit ein (1839 Kinderschutzgesetz).

Der Einfluss der Sozialdemokratie wuchs. In seiner "Kaiserlichen Botschaft" forderte Kaiser Wilhelm I. 1881 den deutschen Reichstag auf, Gesetze zum Schutze der Arbeiter gegen Krankheit, Unfall, Invalidität und im Alter zu beschließen.
Das war die Geburtsstunde der deutschen Sozialversicherung. Der Reichstag verabschiedete nach intensiven Beratungen 1883 das Krankenversicherungsgesetz, 1884 das
Unfallversicherungsgesetz und 1889 das Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz.
Später kamen noch das Versicherungsgesetz für Angestellte (1911) und das
Reichsknappschaftsgesetz für die Rentenversicherung der Arbeiter im Bergbau (1923) hinzu.
Zu Beginn der großen Wirtschaftskrise Ende der zwanziger Jahre, mit der sich abzeichnenden hohen Arbeitslosigkeit, wurde 1927 die Arbeitslosenversicherung eingeführt. Im Jahre 1971 wurden Schüler, Studenten und Kinder in Kindergärten in die Gesetzliche Unfallversicherung mit aufgenommen und damit die Schüler-Unfallversicherung geschaffen. Als letzter Zweig unseres heutigen Sozialversicherungssystems trat 1995 die Pflegeversicherung in Kraft.
Neu geregelt wurde ferner 2001 die private und betriebliche Altersvorsorge und 2005 trat die Reform der Sozialhilfe durch die Realisierung von „Hartz IV“ in Kraft.
Die staatliche Pflichtversicherung dient dem Schutz der Arbeitnehmer vor den Folgen von Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Erwerbsminderung, Betriebsunfällen, Alter und Tod. Die Sozialversicherung umfasst die Zweige der Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung.
Versicherungsbehörden (für die Aufsicht über die Versicherungsträger) sind die
Arbeitsministerien der Länder und des Bundes sowie die Versicherungsämter und das Bundesversicherungsamt. Durch das Sozialgerichtsgesetz vom 4. 9. 1953 ist die Entscheidungsbefugnis über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten in Angelegenheiten der Sozialversicherung auf die Sozial- und Landessozialgerichte und das Bundessozialgericht übergegangen.

Die staatliche Sozialversicherung ist in folgenden Teilen des Sozialgesetzbuches verankert:
• SGB II Arbeitslosengeld II
• SGB IV Allgemeines Sozialversicherungsrecht
• SGB V gesetzliches Krankenversicherungsrecht
• SGB VI Rentenversicherungsrecht
• SGB VII Unfallversicherungsrecht
• SGB XI Pflegeversicherungsrecht

Sozialpolitik heißt auch: „Heute an morgen denken“, verschärfter globaler Wettbewerb, Haushaltskrise, stagnierende Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit, immer mehr Rentner, immer weniger Kinder. Alle diese Veränderungen wirken sich auch auf das Sozialsystem aus.
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist zwar für Reformen – aber sie sollen möglichst fair sein und dem Einzelnen nicht allzu wehtun.
Damit die sozialen Sicherungssysteme bei einem steigenden Anteil älterer Menschen funktionsfähig und finanzierbar bleiben, hat die Bundesregierung ein umfassendes Reformpaket erarbeitet: die Agenda 2010 (agenda - lat. "was zu tun ist"). Sie fordert mehr Eigenleistung vom Einzelnen und fördert dessen Eigenverantwortung.
Die nächste Generation darf nicht überfordert werden, die Lohnnebenkosten müssen für Wirtschaft und Arbeitnehmer tragbar bleiben.

In dem Reformprogramm geht es vor allem um die Neuerung der Bereiche:
• Konjunktur und Haushalt,
• Arbeit und Wirtschaft,
• Soziale Gerechtigkeit.

Mit der Agenda 2010 sollen die Leistungen des Staates dahin gelenkt werden, wo sie wirklich nötig sind. Zur erfolgreichen Umsetzung der Reform ist allerdings die Kraft der gesamten Gesellschaft gefordert: Unternehmer und Arbeitnehmer, freiberuflich Tätige und Rentner müssen ihren Beitrag leisten.

4. Familie und Gesellschaft

„Elternpaare bzw. alleinstehende Elternteile, zusammen mit ihren im gleichen Haushalt lebenden ledigen Kindern, gelten im Folgenden als 'Familie“ definiert das statistische Bundesamt.
Aus psychologischer Sicht wird Familie als eine „soziale Beziehungseinheit, die sich
besonders durch Intimität und intergenerationelle Beziehungen auszeichnet“ beschrieben.
Familien mit Kindern bilden die Grundlage für eine langfristige stabile wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Familien sind elementares Kraft- und Lebenszentrum. Familien sichern durch die Erziehung von Kindern den Fortbestand der Gemeinschaft. Die heutigen Rahmenbedingungen werden der Situation von Familien nicht mehr gerecht. Vor allem Alleinerziehende drohen durch die Erziehung der Kinder zu Sozialhilfeempfängern zu werden. Das Pro-Kopf-Einkommen eines Ehepaares mit 2 Kindern ist nicht einmal halb so hoch wie das eines Ehepaares ohne Kinder.
Kurz vor den Wahlen steht die Familie bei den Parteien hoch im Kurs. Familienpolitik gilt nunmehr als ein zentrales gesellschaftspolitisches Thema.

4.1. Familienpolitik

Familienpolitik in Deutschland ist vor allem Umverteilung von Geldmitteln zugunsten von Familien auf Kosten der Gesamtbevölkerung, damit diese ihre Aufgaben im Sinne der Allgemeinheit erfüllen können.
Familienpolitik möchte die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Förderung der Kinder und Bewusstmachung ihrer Bedeutung für unsere Zukunft, die Erziehungsrolle der Eltern definieren sowie die Beziehungen zwischen den Generationen stärken.
Das Ziel der Familienpolitik ist es, Bedingungen zu schaffen, die eine Entscheidung für das Leben in der Familie begünstigen.
Die Entscheidung für Kinder da zu sein, im Haus zu arbeiten und für die Familie zu sorgen, darf nicht länger gegenüber anderen beruflichen oder persönlichen Entscheidungen benachteiligt werden.
Der Bereich der staatlichen Sozial- und Gesellschaftspolitik, hat die Aufgabe, die Familien in ihrer Struktur zu schützen und sie bei der Bewältigung ihrer für die Gesellschaft unentbehrlichen Aufgaben zu fördern. Wichtige Themen dieser Art sind die Erhaltung des Bestandes einer Gesellschaft durch Kinder, die Entwicklung der Fähigkeiten und Neigungen von Kindern zur umfassenden Persönlichkeitsentfaltung sowie die Verantwortung für ihre schulische und berufliche Ausrichtung, die Vermittlung von Rückzugsmöglichkeiten und
Geborgenheit und auch die Schaffung von Lebensqualität bei der Erfüllung der Aufgaben im Familienhaushalt. In Deutschland ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für Familienpolitik zuständig.

4.2. Familienpolitische Leistungen

Familienpolitische Leistungen teilen sich in
• Direkte Leistungen
• Indirekte Leistungen und
• Arbeitsrechtliche Leistungen.

Direkte Leistungen:
Die wichtigsten direkten Leistungen sind das Kindergeld und das Erziehungsgeld. Das Kindergeld wird für jedes Kind bis zum 18. Lebensjahr (in bestimmten Fällen auch länger) gezahlt und staffelt sich nach der Zahl der Kinder.
Durch das Erziehungsgeld soll es ermöglicht werden, dass sich ein Elternteil in der für die ganze spätere Entwicklung entscheidenden ersten Lebensphase eines Kindes möglichst uneingeschränkt dessen Betreuung und Erziehung widmet.
Bereits in Verbindung mit dem Jahressteuergesetz 1976 ist eine umfassende Reform der Familienbesteuerung und des Kindergelds verwirklicht worden.

Indirekte Leistungen:
Indirekte Leistungen für Familien mit Kindern sind die Kinderfreibeträge, die vom
steuerpflichtigen Einkommen abgesetzt werden können. Sie fallen umso höher aus, je größer das zu versteuernde Gesamteinkommen ist. Bei Familien, bei denen aufgrund niedrigen Einkommens keine Steuern anfallen, wird eine Kinderzulage (Negativsteuer) ausgezahlt.

Arbeitsrechtliche Leistungen:
Arbeitsrechtliche Leistungen sind der Erziehungsurlaub, der Vätern oder Müttern gewährt wird und eine Wiedereinstellungsgarantie einschließt. Der Erziehungsurlaub steht wie alle anderen Leistungen Vätern und Müttern zu. In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, dass Erziehungszeiten als Arbeitszeiten gelten und deswegen für die Berechnung der Altersrenten eine Rolle spielen (Anrechnungszeiten).
Außerdem gibt es politische Aktivitäten, wie z.B die Schaffung von Einrichtungen die
eingreifen, wenn die Familien – aus welchen Gründen auch immer – ausfallen.
So z.B. die Jugendämter und die ambulanten Jugend- und Familienberatungsdienste, die die Arbeit in den Familien ergänzen (Freizeiteinrichtungen, Beratungsstellen, etc.) und durch
Bund, Länder, Städte und Gemeinden getragen oder subventioniert werden.

4.3. Familienformen

Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte hat ein tief greifender Wandel der Subjektivität und der sozialen Systeme stattgefunden. Viele soziale Rahmenbedingungen und kollektive Überzeugungen haben ihre strukturierende, verbindende und Halt gebende Funktion verloren.
Damit sind dem Einzelnen und den Familien Entscheidungsspielräume zugewachsen, die gleichzeitig aber auch Entscheidungszwänge geworden sind.
Es gilt in den Familien den schwierigen Balanceakt zwischen Kontinuität und
Veränderung zu vollbringen.

Es gibt verschiedene Familienformen, auch in zeitlicher Folge innerhalb eines Lebens.
• Kleinfamilien
• Alleinerziehenden Familien
• Nichteheliche Lebensgemeinschaften
• Getrennt lebende Familien
• Scheidungsfamilien
• Neu zusammengesetzte Familien
• Großfamilien mit mehr Generationen
• Adoptionsfamilien / Pflegefamilie
• Multikulturelle Familie
• Sog. Patchwork Familie

Jede Familie muss die Form ihres Zusammenlebens selber entwickeln.
Auch bei der so genannten durchschnittlichen, normalen Familie, wird man große
Unterschiede zwischen einzelnen Familien im Lebenskonzept, Leitbild, Erziehung und Familienideal finden.
Im Rahmen meiner Ausarbeitung möchte ich mich nun intensiver mit der Familie der
Alleinerziehenden, insbesondere der allein erziehenden Frauen auseinandersetzen.

II. Erarbeitung der gegenwärtigen Situation von Alleinerziehenden in Deutschland

1. Die Bedeutung der Familie als Instanz der Sozialisation von Kindern
Der Familienbegriff ist nicht eindeutig, weil er einmal Familie als Verwandtschaft, ein
anderes Mal Familie als kleinste Lebensgemeinschaft von Erwachsenen und Kindern meint.
Heute haben wir es mit der nicht mehr zu reduzierenden Kernfamilie im Sinne der Zwei-Generationen-Familie zu tun, die sich als relativ stabil erwiesen hat, wenn auch seit Ende der 60er Jahre neue Probleme der Familie deutlich wurden. Sie zeigen sich z.B. an der steigenden
Zahl unehelicher Kinder, an wachsenden Scheidungsraten, an alternativen Lebensformen und an der Problematisierung der Frauen- und Kinderrolle. Diesen Veränderungen in Bezug auf die Vorstellung von der Familie trägt der dritte Familienbericht der Bundesregierung Rechnung. Danach wird Familie als
„eine durch Geburt oder Adoption von Kindern bestehende biologische oder soziale
Kleingruppe zusammenlebender Menschen definiert, wobei solche Kleingruppen als
"Normalfamilien" bezeichnet werden (vergl. Familienbericht 1979: 13).“
Von ihnen gibt es Abweichungen, wie z.B. Familien, die aus allein erziehenden Müttern bzw. Vätern und ihren Kindern bestehen oder Lebensgemeinschaften unverheirateter Paare.

1.1. Funktion der Familie aus Sicht der Bundesregierung
Der Dritte Familienbericht der Bundesregierung fasst die wichtigsten Funktionen zusammen:
• die Haushaltsfunktion, d.h. die Bereitstellung eines Rahmens für die Familie,
innerhalb dessen sämtliche andere Funktionen überhaupt erst erfüllt werden können;
• die generative Funktion, d.h. also die Funktion der Familie für die Erhaltung der
Gesellschaft;
• die Erziehungsfunktion, d.h. vor allen Dingen die Normübermittlung der Gesellschaft an die Kinder;
• die Platzierungsfunktion, womit in erster Linie die Verantwortung der Eltern für die schulische und berufliche Entwicklung ihrer Kinder gemeint ist und
• die Erholungsfunktion, die alle Aktivitäten zusammenfasst, die dazu dienen, dass dieFamilienmitglieder Erholung von ihrem Alltag finden

1.2. Familie heute
Die „Familie“ bekommt auch heute noch viele ideologische und idealisierende
Zuschreibungen. In politischen und kirchlichen Verlautbarungen werden wir daran
erinnert, was Familie heute sein sollte:
• Hort der Geborgenheit für Halt suchende Kinder und Jugendliche
• Ort der personalen Gemeinschaft in einer Massengesellschaft
• Oase der Ruhe in lärmenden Stadtlandschaften
• Quelle der Kraft im ermüdenden Arbeitsleben
• Möglichkeit wärmender Nähe angesichts zunehmender sozialer Kälte
• Ernstfall christlicher Liebe in einer Leistungsgesellschaft
• Modell friedlichen Miteinanders in Zeiten gewalttätiger Exzesse und großer und kleiner Kriege.
Die Familie ist Antriebskraft und Verantwortungsträger in einer sich wandelnden Welt.

Im Kontrast dazu gibt es einen zunehmenden Trend von Familienkrisen und dazu, über die Begriffsform „Familie“ als eine Krise zu sprechen.
Familien vollbringen großartige Leistungen. Kinder werden aufgezogen und auf ein
eigenständiges Leben vorbereitet, Familienmitglieder werden lebenslang emotional
unterstützt, man hilft im Haushalt und bei der Enkelbetreuung, pflegt bei Krankheit und im Alter, und man steht mit beträchtlichen finanziellen Transfers füreinander ein.
Weichenstellungen lassen sich über den gesamten Lebenslauf nachzeichnen und strukturieren ihn entsprechend. Dazu gehören der Schulbeginn, der Übergang von der Grund- auf die weiterführende Schule, von der Schule in die Berufsausbildung bzw. auf die Universität, von der Ausbildung in den Beruf und vom Beruf in den Ruhestand ebenso wie die Partnerwahl,die Familiengründung und der Immobilienerwerb.

All dies und noch viel mehr kann jedoch nicht über eine unwillkommene "Nebenwirkung" hinwegtäuschen. Die Familienleistungen sind äußerst ungleich verteilt. Damit ist nicht gemeint, dass innerhalb von Familien beispielsweise so genannten schwarzen Schafen weniger Unterstützung zuteil wird bzw. die Lieblingsenkel besonders bedacht werden.
Vielmehr verläuft die Trennlinie zwischen den Familien. Eltern aus höheren sozialen Schichten gelingt es in der Regel, dass ihre Kinder wiederum höheren sozialen Schichten angehören. Die Solidarität zwischen den Familiengenerationen ist zwar generell stark ausgeprägt, aber wo größere Ressourcen vorhanden sind, fallen auch die Unterstützungsleistungen größer aus. Auch wenn dies einem romantischen Familienbild widersprechen mag: Familien sind zu einem gehörigen Maß an der Reproduktion und Vergrößerung sozialer Ungleichheit beteiligt.
Die Eltern bestimmen die Lebensqualität ihrer Kinder besonders stark in deren ersten Lebensjahren. Ihre materiellen Ressourcen entscheiden zum Beispiel über die Wohngegend, in der die Kinder aufwachsen. Sie sind auch verantwortlich dafür, wie die Wohnung und das Kinderzimmer ausgestattet sind, ob ein eigener Garten vorhanden ist, welches Spielzeug zur Verfügung steht, welche Kleidung getragen und welche Reisen unternommen werden.

Dazu kommt, wie viel Wert in der Familie z.B. auf das Lesen von Büchern gelegt wird.
Wird dem Kind ein Musikinstrument nahe gebracht? Existiert im Haushalt ein Internetanschluss?
Die Wohngegend, die sich die Eltern leisten können, hat Einfluss darauf, aus welcher sozialen Schicht die ersten Freunde und Freundinnen ihrer Kinder stammen. Mit der Auswahl von Spiel- und Sportgeräten, Markenkleidung, Reisezielen, Computer und der Höhe des Taschengeldes wirken die Eltern auf die soziale Anerkennung, die ihre Kinder von anderen Kindern erfahren. Zudem werden gerade in den ersten Lebensjahren wesentliche Grundlagen
für den späteren Erfolg in Schule und Beruf gelegt.

Neben den materiellen sind es vor allem die Zeitressourcen der Eltern, ihre Aspirationen und ihr Bildungshintergrund, die bestimmten Kindern besonders zugute kommen und diese gegenüber anderen Kindern bevorteilen.
Eine der wichtigsten Entscheidungen für das spätere Leben der Kinder fällt in der Bundesrepublik Deutschland mit der Auswahl der Schule: Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Mit dieser Entscheidung wird nicht nur die unmittelbare Schullaufbahn der Kinder festgelegt, sondern sie hat auch immense lebenslange Folgen. Beruf, Einkommen, Prestige, Karriere, Arbeitsplatzsicherheit, Beschäftigungsbedingungen, Übereinstimmung von Ausbildung und Arbeitsplatz, Vermögen, Rentenhöhe, Partnerwahl, Gesundheit, Lebensdauer und vieles mehr hängen nachhaltig davon ab, welcher dieser durch den Schultyp vorgegebenen drei Bildungsschichten man angehört. Eltern haben einen entscheidenden Einfluss auf diese äußerst wichtige Weichenstellung für das gesamte Leben ihrer Kinder.
Die Ressourcen der Eltern, ob es sich nun um Geld, Zeit, Bildung oder Beziehungen handelt, werden so unmittelbar an die Kinder weitergereicht. Ressourcenschwächere Eltern können ihren Kindern entsprechend weniger bieten.

Eltern und erwachsene Kinder sind lebenslang miteinander verbunden. Indikatoren dafür sind die häufigen Kontakte bei generell geringer räumlicher Entfernung zwischen den Eltern- und Kinderhaushalten, die starke emotionale Verbundenheit und nicht zuletzt die umfangreichen Hilfeleistungen und finanziellen Transfers zwischen den Generationen. Familien sind mächtige Solidaritätsinstanzen.
Die Generationensolidarität gilt lebenslang. Eltern kümmern sich um ihre Kinder nicht nur, während diese noch bei ihnen leben.
Auch im Erwachsenenalter fließen weiterhin bedeutende Transferströme an die nächste Generation, bis hin zu Vererbungen. Transferleistungen von Eltern an erwachsene Kinder tragen über den gesamten Lebenslauf zu einer Vertiefung sozialer Ungleichheit bei. Diejenigen, die bereits in ihrer Kindheit und Jugend bessere Chancen hatten, sind auch im Erwachsenenalter stark bevorteilt.
Die immensen Leistungen, die Familien vollbringen, sind hoch anzuerkennen und nach Kräften zu fördern. Gleichzeitig muss es aber auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe sein, für eine Verringerung der Ungleichheit durch Geburt zu sorgen. Dabei sind diejenigen zu unterstützen, die nicht von Haus aus das Glück haben, in Familien aus mittleren und höheren Sozialschichten hineingeboren worden zu sein. Familien erbringen für ihre Kinder Leistungen der Betreuung, Erziehung und Bildung und haben zugleich einen zunehmenden Bedarf an externer Ergänzung und Unterstützung.
Die Kunst im Familienleben besteht vor allem in einer Werteabwägung und in einem Ausgleich verschiedener Interessen, Ziele, Werte.
Dabei müssen die jeweils vorrangigen Werte sich mit dem Alter der Kinder weiterentwickeln. Stabile innere Überzeugungen helfen einerseits mit Familienkonflikten zu recht zu kommen, andererseits verhindern allzu starre Werte
eine gemeinsame Entwicklung. Ein permanenter Balanceakt ist notwendig.
Im Dialog zwischen Eltern und Kindern müssen einerseits diese Aushandlungsprozesse gelingen, sonst gibt es keine Erfahrungen von demokratischen Strukturen. Andererseits ist es ebenso notwendig, dass Eltern mitunter klare Wertsetzungen vorgeben, also einen gewissen „Mut zur Erziehung“ entwickeln ohne Sorge zu haben, als autoritär, brutal oder schädigend zu gelten.
Die gesellschaftliche Anforderung an die Familie ist die Flexibilität.
Das Bedürfnis von Kindern jedoch die Kontinuität.
"Familienleben" ist Beziehungs-, Erziehungs- ,Wirtschafts- , Hausbau- oder
Mietgemeinschaft, Werte- und Glaubensgemeinschaft, Krankenpflege-, Einkaufs- und Konsumgemeinschaft, Verwandtengemeinschaft, Urlaubs- und TV-Gemeinschaft, Ort der intimen Nähe.
Die Bedeutungen von Kindern und Kindheit haben sich geändert. Kinder sind in unserer Gesellschaft eine der letzten Garanten von dauerhaften, zuverlässigen,
nahen, entwicklungsfördernden Beziehungen.
Familie ist jedoch nicht allein Privatangelegenheit. Die Familie, in der Kinder von Geburt an mit viel Liebe und Mühe, mit großer Freude und tiefer Sorge erzogen werden, bis sie die Erwachsenen von morgen sind, schenkt nicht nur dem Einzelnen den bestmöglichen Start in sein Leben. Die Familie sorgt auch für den Bestand der Gesellschaft und des Staates.
Sie ist der Raum, in dem soziales Verhalten gelernt wird. Es ist daher ein Gebot der Gerechtigkeit den Familien gegenüber, ihre Leistung für unsere Gesellschaft anzuerkennen und sie dort, wo der Staat, das Land und die Kommunen ordnend eingreifen, zumindest nicht zu benachteiligen.
Die Entscheidung, dass man ein Kind haben will, ist als die prägnanteste, schicksalhafteste und wichtigste Entscheidung beschrieben worden, die ein Paar treffen kann. Besonders da die Folgen psychisch und auch finanziell kaum absehbar sind. Ökonomisch betrachtet, handelt es sich um eine Entscheidung über mindestens 250.000 €. So hat man an der Universität Bamberg ausgerechnet.
Soviel investieren Eltern durchschnittlich in die Erziehung eines Kindes bis zum ersten Ausbildungsabschluss.
Die Lebensumstände von Kindern haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert.
Die Instabilität, Mobilität und die Diskontinuität der Familien hat sich, wie auch die Zahl der allein erziehenden Eltern, in nie da gewesener Weise erhöht. Armut, Migration und Berufstätigkeit der Mütter bestimmen für viele Kinder den Alltag schon im Kleinkindalter, Mütter und Eltern sind - aus welchen Gründen auch immer - ihren erzieherischen Aufgaben oftmals nicht gewachsen. Wenn sich die Schule und die vorschulische Bildung und Erziehung ändern muss, dann gerade auch für die Kinder aus allen Schichten, die zuhause nicht das Maß an Förderung und Zuwendung bekommen können, das sie für eine positive menschliche Entwicklung brauchen.

2. Individuelle und gesellschaftliche Bedeutung des Anstiegs von Alleinerziehenden

Empirische Erhebungen belegen, dass man die klassische Form der Vater-Mutter-Kind-Familie in Deutschland nicht mehr als häufigste Lebensform bezeichnen kann. Großen Raum nimmt heute vielmehr der Single-Haushalt, in manchen Fällen auch mit Kindern, ein, der in Deutschlands Metropolen zur häufigen Haushaltsform geworden ist. Damit einher geht auch die Tendenz, dass in den städtischen Kerngebieten das Leben mit Kindern zur Ausnahme wird. Als eine Mischung aus Single- und Familienhaushalt könnte man die Familie der Alleinerziehenden bezeichnen.
Alleinerziehende in unserer Gesellschaft sind Mütter und Väter, die die tägliche Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder sowie für den Lebensunterhalt überwiegend alleine wahrnehmen.
Bundesweit sind derzeit ungefähr 82% aller Alleinerziehenden Frauen. Allein erziehende Mütter geraten mit dem Eintreten des Alleinerziehendseins, sei es durch Schwangerschaft ohne Ehe oder ohne feste Partnerschaft, durch Trennung vom Partner, durch Verwitwung oder durch andere Gründe in einen komplizierten Prozess der künftigen Lebensbewältigung. Um diese Lebenslage meistern zu können, sind vielfältige Aspekte von Bedeutung.
Alleinerziehende verstehen sich in der Regel nicht ausschließlich als Alleinerziehende. Diese Bezeichnung trifft nur auf einen Teilbereich ihrer Lebensumstände und Erfahrungen zu und nicht auf ihre gesamte Existenz.

2.1. Lebensform „Alleinerziehend“

Die Lebensform “Alleinerziehend”, welche vor allem Frauen betrifft, gewinnt im
Zusammenhang mit sozialem Wandel und sozialer Ungleichheit zunehmend an Bedeutung.
Langjähriges Alleinerziehen ist eine zentrale biographische Erfahrung, die sich auf Identität, Problemlösungskompetenzen und materielle Situation auswirkt.
Das alle Entscheidungen alleine gefällt werden müssen, erscheint als zentrales Merkmal des Alleinerziehens. Dies wird je nachdem als Entlastung oder als Belastung empfunden. Studien, die den biographischen Erfahrungshorizont langjährig allein erziehender Mütter zum Thema machen, sind jedoch selten.
Alleinerziehen erweist sich als Problem beladener als die anderen Lebensformen.
Erziehung und finanzielle Sicherheit können nicht partnerschaftlich getragen werden, was zur Folge hat, dass zu wenig Zeit bleibt für sich selber und für die Neubildung partnerschaftlicher Beziehungen.

Die allein erziehenden Frauen verbringen den größten Teil ihrer Zeit als Berufsfrau und Mutter. Mehr Zeit, als sie eigentlich dafür aufwenden möchten. Hingegen leben sie gemessen an ihren Wünschen, die Rolle als Partnerin zu wenig. Auch möchten sie noch mehr Zeit für sich selber beanspruchen können.

Alleinerziehende sind Mütter und in zunehmender Zahl auch Väter, die
• ledig
• verwitwet
• getrennt leben
• geschieden

Alleinerziehende stehen in der Situation
• ihr Leben ohne Partner zu bewältigen und zu verwirklichen
• allein die Kinder zu erziehen
• in Gesellschaft und Kirche häufig nicht ganz angenommen zu sein
• sich isoliert zu fühlen
• durch die oft dreifache Belastung von Erziehung, Haushalt und Beruf die Grenzen ihrer Kräfte zu erfahren.

Alleinerziehende bedrücken Gefühle der Trauer, Enttäuschung, Resignation und des Überfordert seins. Sie machen sich Selbstvorwürfe und haben oft ein geschwächtes Selbstwertgefühl.

Alleinerziehende sind also
• alleinstehend
• alleinverantwortlich
• alleinarbeitend
• alleinentscheidend

2.2. Probleme des Alleinerziehenden

• Finanzielle Probleme:
Alleinerziehen bringt finanzielle Einschränkungen mit sich, insbesondere weil dem Anspruch der Kinder, genügend Zeit mit dem erziehenden Elternteil zu verbringen, Priorität eingeräumt wird Die finanziellen Engpässe können sich auf spätere Lebensphasen auswirken, weil z.B. Schulden bestehen.
40% der von Einkommensarmut Betroffenen sind allein erziehende Menschen.
Da Mütter vor der Trennung häufig nicht Vollzeit erwerbstätig und insofern stärker vom Einkommen ihrer Ehemänner abhängig sind, wächst speziell bei ihnen nach der Trennung der Druck und auch der Wunsch zur Ausweitung ihrer Erwerbsbeteiligung. Entsprechend arbeitet etwa ein Drittel von ihnen nach der Trennung mehr, und jede achte Frau mit Kindern (von den nicht Vollzeit erwerbstätigen Frauen jede siebte) würde gerne mehr arbeiten, kann dies aber nicht umsetzen.
Frauen können im Zusammenhang mit einer Trennung so große finanzielle Verluste erleiden, dass sie unter die Armutsgrenze abrutschen.

Auffällig an dieser Gruppe ist auch, dass sie trotz ihrer prekären wirtschaftlichen Lage staatliche Sozialleistungen oft nicht in Anspruch nehmen. Zusätzliche finanzielle Belastungen entstehen auch dann, wenn der Unterhaltspflicht nicht nachgekommen wird.
Ein Großteil der unterhaltspflichtigen Väter und Mütter zahlt aus verschiedenen Gründen nicht oder nicht ausreichend für das/die Kind/er und den betreuenden Elternteil. Fachleute gehen davon aus, dass schätzungsweise nur ein Drittel der Unterhaltspflichtigen ausreichend und regelmäßig zahlt, ein weiteres Drittel zahlt unregelmäßig und zuwenig und das dritteDrittel der Unterhaltspflichtigen zahlt überhaupt nicht.

• Gesundheitliche Probleme:
Im Bereich der physischen Ressourcen zeigen sich tendenzielle Defizite der Alleinerziehenden im Vergleich zu den anderen Gruppen.
Singlemütter sind gesundheitlich stärker angeschlagen, als Frauen, die Ihre Kinder gemeinsam mit einem Partner erziehen. Dies ist die Kernaussage eines aktuellen
Informationsheftes des Robert Koch-Instituts in Berlin. Alleinerziehende Frauen z.B. schätzen ihre Gesundheit am niedrigsten ein, haben am meisten Beschwerden und begeben sich öfters in therapeutische Hilfe als die anderen Frauen. Familie und Beruf, kaum Kinderbetreuungsmöglichkeiten, das alles sind Faktoren, die negativ auf den Gesundheitszustand und das subjektive Wohlbefinden von allein erziehenden Müttern wirken.

Häufig anzutreffende Beschwerden bei hauptsächlich allein erziehenden Frauen sind:

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Kreislaufprobleme,
Menstruationsbeschwerden, Magenerkrankungen sowie Erkrankungen der Atmungsorgane und psychische Verhaltensauffälligkeiten besonders in Form von Depressionen.

Alleinerziehende Frauen würden nach einem Gesundheitsbericht des Landes Berlin gern mehr für ihre Gesundheit tun, was jedoch aufgrund fehlender zeitlicher Ressourcen, fehlender Koordinierung der Gesundheitsangebote und zu hohen Kosten nicht möglich sei.
Allein erziehende Mütter sind zudem besonders anfällig für Burn-Out-Prozesse. Zwar sind sie oftmals sportlich aktiver als verheiratete Mütter, rauchen dafür aber häufiger und achten deutlich weniger auf eine gesunde, ausgewogene und regelmäßige Ernährung. Verschiedene Studien zeigen, dass allein erziehende Frauen Krankheiten nicht rechtzeitig behandeln lassen.
Sie nehmen häufiger als Vergleichsgruppen, rezeptfreie Medikamente zur Selbstbehandlung ein, insbesondere Schmerz- und Schlaf- sowie stimmungsaufhellende Medikamente, die teilweise ein erhebliches Suchtpotential beinhalten.
Bei allein erziehenden Vätern, deren Zahl sich seit Anfang der siebziger Jahre fast verdreifacht hat, gibt es in punkto Gesundheit kaum Unterschiede zu den verheirateten Vätern. Zwar sind sie im Vergleich zu den verheirateten Vätern in einigen Lebensbereichen unzufriedener, dies wirkt sich aber nicht auf die Gesundheitseinschätzung aus.
Es zeigt sich jedoch auch, dass man nicht alle Alleinerziehenden über einen Kamm scheren kann.

Geld entlastet. Vor allem wer über finanzielle Sicherheit und ein gutes soziales Netz verfügt, ist auch gesundheitlich entlastet. Das trifft auf die meisten allein erziehenden Väter zu, bei denen sich die Rolle des Alleinerziehenden daher nicht negativ auf die Gesundheit auswirkt. Aber auch rund die Hälfte der Singlemütter empfand ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut.

• Berufliche Probleme:
Voraussetzung zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist die Möglichkeit der Kinderbetreuung während der Arbeits- und Fahrzeit der Mutter/des Vaters. Aber trotz gesetzlich garantiertem Kindergartenplatz ist eine ausreichende Versorgung mit flexiblen und ausreichenden Öffnungszeiten, geschweige denn Krippen- und Hortplätzen, nicht gewährleistet. Die Situation spitzt sich zu, wenn die Kinder in die Schule kommen, unvorhersehbar Stunden
ausfallen, der Unterricht unregelmäßig ist und die Kinder vielleicht schon um 11 Uhr nach Hause kommen. Oder wenn vielleicht sogar ein Kind im Kindergarten und ein anderes in der Schule ist.
Die Arbeitsmarktsituation hat sich in den letzten Jahren erheblich verschärft Es gibt nicht genügend Stellen, vor allem im Teilzeitbereich für allein erziehende Elternteile. Es existieren zu wenige Arbeitsplätze mit familiengerechten Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus sind allein erziehende Frauen erheblich von der Reformierung des Arbeitsmarktes betroffen. Es gibt deutlich weniger Möglichkeiten für das Nachholen einer Ausbildung und Umschulungen wurden deutlich eingeschränkt. Im Zuge von Hartz IV haben einige Alleinerziehende künftig noch weniger finanzielle Ressourcen, da z.B. Wohngeldzahlungen weg fallen.

• Sonstige Probleme:
Alleinstehende Frauen sind öfter Opfer körperlicher, insbesondere sexueller Gewalt.
Enorme psychische Belastungen müssen bewältigt werden, da in den meisten Fällen die Zeiten der Trennung und des Abschieds als schwierig und schmerzhaft erlebt werden und lange Zeit, teilweise Jahre, andauern können. Deshalb spielen grundlegende Emotionen wie z.B. Trauer, Schuldgefühle, Zukunftsängste, Scham, Wut eine wesentliche Rolle. Selbst Frauen, die von ihrem Partner verlassen wurden, fühlen sich schuldig und verantwortlich dafür, dass den Kindern der Vater fehlt und suchen die Schuld für die Trennung zu stark bei sich selbst. Viele Frauen haben eine Mischung von unterdrückter Aggression und Selbstzweifeln, ja Minderwertigkeitsgefühlen in sich, denn Trennungen werden von ungünstigen Bedingungen begleitet. Z.B. Drohungen, Zerstörung, Gewalt, andere Partner mit
denen man sich dann vergleicht,- einfach gesagt… allgemeiner, großer psychischer und auch daraus folgender physischer Schmerz. Es gibt einen nicht unerheblichen Anteil von Männern, die während der Beziehung körperliche und seelische Gewalt gegen ihre Frau und Kinder ausgeübt haben und damit traumatische Erfahrungen verursacht haben.

• Probleme für nichtdeutsche Familienmitglieder:
Obwohl nach Artikel 6 Grundgesetz die Familie ohne Einschränkung der Nationalität der Familienmitglieder geschützt ist, hat dennoch in vielen Fällen das Ausländerrecht gravierende Auswirkungen auf familienrechtliche Anliegen.
Zur Zeit besteht zum Beispiel nur für Zweielternfamilien die Möglichkeit (§ 20 AuslG.), ihre minderjährigen, im Ausland lebenden Kinder bis zum 16. Lebensjahr nach Deutschland nachziehen zu lassen. Für Alleinerziehende ist dies von vornherein ausgeschlossen bzw. nur in Härtefällen möglich.
Für nichtdeutsche Alleinerziehende steht bei allen Fragen, sei es bei Trennung/Scheidung oder dem Bezug von Sozialleistungen, ihre aufenthaltsrechtliche Situation im Wege.
Auch Sorgerechtsregelungen, Unterhaltsforderungen und Umgangsregelungen gestalten sich im internationalen Zusammenhang weitaus komplizierter. Für viele Alleinerziehende bedeutet die drohende Rückkehr in ihre Herkunftsländer Stigmatisierung und Vereinsamung in Armut.

2.3. Darstellung Alleinerziehender in unserer Gesellschaft

Die Lebensgeschichten und Lebenssituationen von allein erziehenden Frauen und Männern sind unterschiedlich und vielfältig. Alleinerziehende in unserer heutigen Gesellschaft sind z.B.

• ganz junge Mütter, die noch nicht mit der Ausbildung fertig sind und
Akademikerinnen, die erst später Kinder bekommen haben;
• Alleinverdienende Frauen und Männer in gesicherten Positionen die gut verdienen und Alleinerziehende, die am Rand des Existenzminimums leben und eventuell sogar wohnungslos sind
• die getrennt lebende Mutter, die nach langen Streitigkeiten in der Ehe mit ihrem Mann
nun um das alleinige Sorgerecht für die Kinder streitet
• die ledige Mutter, die sich bewusst für ein Leben mit Kind, aber ohne Mann entscheidet
• längst geschiedene Frauen und Männer, die sich wieder gut verstehen und das gemeinsame Sorgerecht ausüben
• Verwitwete, die über ihren Verlust trauern
• Allein erziehende Väter, deren Mütter sich tagsüber um die Kinder kümmern
• Frauen und Männer, die in neuen Beziehungen leben, die Verantwortung für ihre Kinder aber alleine tragen und eine Vielzahl weiterer Lebenssituationen.

Alleinerziehende leben in bunter Vielfalt, in verschiedensten Lebenszusammenhängen und mit ganz unterschiedlichen Biographien. Häufig wechselt die Familienform auch im Lauf einer Biographie. So kann beispielsweise eine unverheiratete Frau ein Kind bekommen, den Vater heiraten, sich später scheiden lassen, eine Zeitlang alleine mit dem Kind leben und schließlich mit einem neuen Partner, der eventuell selber Kinder hat, eine Stief - Familie bilden.
Die Vielfalt und der Wandel der gelebten Lebensformen wird besonders beim Blick in die Statistik (statistisches Bundesamt Berlin, 2003)1 sichtbar. In den letzten Jahrzehnten hat eine eindeutige Entwicklung in Richtung Pluralität stattgefunden. Durch die Zunahme von Scheidungen und den Anstieg von nichtehelichen Geburten (in den neuen Bundesländern sind 47,5% aller Geburten nichtehelich) ist der Anteil allein erziehender Familien erheblich gestiegen. Die allein erziehenden Familien rücken deshalb zahlenmäßig von ihrem Randgruppendasein weg und bilden heute eine nicht zu vernachlässigende Größe.

3. Die geschlechtsspezifischen Aspekte der Situation von Alleinerziehenden.

Die unterschiedliche Lebenssituation von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft wird oft nicht genug berücksichtigt.
Ein allein erziehender Vater bekommt in der Regel von seinem Umfeld wesentlich mehr Unterstützung und Anerkennung als eine allein erziehende Mutter. Da Männer in Deutschland im Durchschnitt erheblich mehr Geld verdienen als Frauen, haben sie weniger Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Präziser wären deshalb die Begriffe "Mutter-Kind-Familie" und "Vater-Kind-Familie". Dennoch wird hier an vielen Stellen der Begriff allein erziehend verwendet, da er inzwischen in der Alltagssprache vorrangig benutzt wird und geläufig geworden ist.
Als Hauptproblem erleben viele Alleinerziehende und insbesondere Mutter-Kind-Familien die schwierigen ökonomischen Bedingungen.
Frauen sind in unserer Gesellschaft leider noch einem größeren Maß an Diskriminierung ausgesetzt als Männer. Insbesondere allein erziehende Frauen ohne „Rückenstärkung“ in Form eines Partners (wobei, nebenbei bemerkt, ein Partner auch nicht unbedingt Rückenstärkung bieten muss, sondern sogar eine zusätzliche Belastung darstellen kann) müssen sich in allen Bereichen stärker behaupten und durchsetzen, ja besonders stark sein und sich zu jeder Zeit 200 % unter Beweis stellen um im Geschlechterkampf konkurrieren und bestehen zu können.. Mutter-Kind-Familien sind also zusätzlich noch durch die allgemeine Problematik der Gleichstellung von Mann und Frau betroffen.

Während die Frau ihre Rolle im Berufs- und Familienleben neu definieren muss, kann der Mann die Rollenvorteile der früheren gesellschaftlichen Normen als positive „Altlast“ für sich verbuchen.
Jedoch können genau diese Probleme in Krisenzeiten zu einem Ausgangspunkt für einen neuen Lebensabschnitt werden, das Leben bereichern und zu einem selbst bestimmteren Leben führen. Sie bieten die Möglichkeit eines Neuanfangs unter anderen Vorzeichen. So entwickeln Alleinerziehende Lebensformen, die Müttern und Kindern Eigenständigkeit und Freiräume garantieren. Viele Alleinerziehende Frauen äußern, dass sie wesentlich mehr Zeit für ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Kinder haben, als in Zeiten des Ehelebens, da sie sich nicht mehr um ihren Mann kümmern müssen. Auch die Kinder profitieren so aus der Alleinerziehenden-Familie. Oft ist diese ja ein Resultat eines langjährigen Leidensweges von einem der Partner und den dazugehörigen Kindern und wird nach endgültig vollzogener Trennung als eine Art der Befreiung empfunden.

Den Kindern Alleinerziehender werden
folgende Eigenschaften zum Vorteil unterstellt:

• selbstbewusster, selbständiger und unabhängiger
• übernehmen mehr Eigenverantwortung und Verantwortung für andere
• sind anpassungsfähiger
• sind offener im sozialen Kontakt
• haben ein größeres Demokratieverständnis,
sind glücklicher als Kinder in Zwei-Eltern-Familien, die ungelöste Konflikte haben.

Mutter-Kind-Familien sind einer mehrschichtigen Diskriminierung ausgesetzt.
Trotz der oben genannten positiven Aspekte werden Mutter-Kind-Familien in mehreren Bereichen diskriminiert. Die Diskriminierung betrifft die Bereiche Frau, Mutter,
Alleinerziehende.

• Benachteiligung als Frau
Der erste Diskriminierungsaspekt besteht in der grundsätzlichen Benachteiligung von Frauen in unserer Gesellschaft. Allein erziehende Frauen haben mit anderen Benachteiligungen zu kämpfen als allein erziehende Männer. Der gesellschaftliche Status der Frau ist immer noch niedriger als der gesellschaftliche Status des Mannes. Eine Gleichberechtigung ist nicht erreicht. Besonders deutlich wird dieser Aspekt bei den unterschiedlichen Einkommen.

• Benachteiligung als Mutter
Darüber hinaus werden Mütter an sich diskriminiert - dies geschieht allerdings sehr subtil. Mütter werden dann diskriminiert, wenn sie auch ihre eigenen Bedürfnisse leben wollen, beispielsweise berufstätig sind oder in sich ihrer Freizeit nicht nur um ihr/e Kind/er kümmern wollen. Während es in der Arbeitswelt für Männer ein Bonus ist, Kinder zu haben, da sie dadurch ihr Verantwortungsbewusstsein dokumentieren, sind berufstätige Mütter dem Verdacht ausgesetzt, ihre Arbeit nicht mehr 100% zu erfüllen und zusätzlich ihre Kinder zu vernachlässigen. Mütter werden weiterhin diskriminiert, indem sie vorschnell für „Fehlentwicklungen“ ihrer Kinder verantwortlich gemacht werden.

• Benachteiligung als Alleinerziehende
Der dritte Diskriminierungsaspekt befasst sich mit dem „Alleinerziehen“ an sich. Das Beispiel einer allein erziehenden Frau erzählt:
"Neulich habe ich meine beiden Kinder von der Schule abgeholt und treffe zufällig die Klassenlehrerin meiner älteren Tochter auf dem Gang zu dem Klassenzimmer. Mich erkennend und freundlich grüßend sagt sie im Vorbeigehen zu mir: - das wollte ich Ihnen schon lange einmal sagen: dafür, dass sie allein erziehend sind, haben Sie aber liebe, gut erzogene Kinder! Mir blieb der Mund offen stehen und bevor ich eine Antwort parat hatte, war sie um die Ecke verschwunden."
Eigentlich wollte die Lehrerin der allein erziehenden Mutter ein freundliches Kompliment machen. Doch wird durch diese Bemerkung nicht deutlich, dass in unserer Gesellschaft immer noch Vorurteile gegenüber Alleinerziehenden bestehen? Denn wenn es eine scheinbare Ausnahme ist, dass Kinder von Alleinerziehenden „gut erzogen'“ sind, könnte das bedeuten, dass allein erzogene Kinder normalerweise verhaltensauffällig, gestört usw. sind.

In der Arbeitswelt werden allein erziehende Mütter häufig nicht eingestellt, da auf Arbeitgeberseite das Vorurteil existiert, sie hätten bedingt durch Krankheiten der/s Kind/er, häufigere Fehlzeiten.

4. Die Berücksichtigung der Alleinerziehenden in derzeitigen sozial- und arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen

Alleinerziehende nehmen vermehrt Beratungsangebote und Hilfen für ihre Kinder in Anspruch.
Da sie sich einerseits sehr verantwortlich für ihre Kinder und deren Lebenssituation fühlen, andererseits oftmals verunsichert sind durch die Klischeevorstellungen über allein erzogene Kinder und zudem der Austausch mit einer anderen erwachsenen Person erschwert ist, nutzen Alleinerziehende Unterstützungsmöglichkeiten und Beratungsstellen in höherem Maße als beispielsweise verheiratete Frauen.

Angebote für Alleinerziehende:
Auf örtlicher Ebene gibt es inzwischen viele Angebote für Alleinerziehende bei verschiedenen Trägern. Es wird dem Ansatz Rechnung getragen, das Selbsthilfepotential weitestgehend zu unterstützen und Möglichkeiten des Austausches untereinander zu fördern.
Ziel der Gesellschaftspolitik muss die Schaffung eines sozialen Netzwerkes sein, in dem Familien aller Zugehörigkeitsgruppen, insbesondere auch Alleinerziehende Zuflucht finden.

So z.B.
• Treffpunkte und Gruppen ermöglichen, um zu begleiten und zu unterstützen.
• Hilfen für Alleinerziehende in Krisensituationen bereitzustellen
• Alleinerziehende in das kirchliche Leben zu integrieren, ohne sie zu vereinnahmen
• übergreifend in Gremien- und Gemeindearbeit die Interessen Alleinerziehender im
• Blick zu haben und sie einzubringen
Anliegen und Ziele der Arbeit mit und für Alleinerziehende:
• gemeinsam mit Alleinerziehenden Antworten suchen auf Sinn- und Lebensfragen
• Alleinerziehenden Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten vermitteln
• Alleinerziehenden bei der Bewältigung konkreter Lebensfragen und akuter
Schwierigkeiten durch Information, Beratung und Hilfe um zu mehr Sicherheit im
Alltag zu verhelfen und damit zu mehr Selbstbewusstsein
• aufmerksam machen auf die Situation Alleinerziehender in Öffentlichkeit, Kirche und Gesellschaft.

Zur Umsetzung verschiedener Angebote für Alleinerziehende sollen Ziele auf gesellschaftlicher und politischer Ebene verfolgt werden.

Individuelle Ziele
• Stärkung der Selbsthilfe
• Bewältigung der Krisensituation
• Stärkung der Erziehungskompetenz
• Persönlichkeitsentwicklung, -bildung
• Erleben von Solidarität und Gemeinschaftsgefühl
• Kontaktmöglichkeiten.

Gesellschaftspolitische Ziele
• Vermittlung eines differenzierten Bildes von Alleinerziehenden in der Öffentlichkeit,
d.h. Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung
• Anerkennung von allein erziehenden Familien als vollwertige Familienform
Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen
• Familiengerechter Leistungsausgleich, der sich am Bedarf von Kindern ausrichtet
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
• Schaffung von geeignetem und bezahlbarem Wohnraum.
• Die Berücksichtigung der Alleinerziehenden in derzeitigen sozial- und arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen

Zur Sicherung der Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft brauchen wir mehr Kinder und folglich mehr Ganztagseinrichtungen. Die Kinder aber brauchen mehr Zeit, mehr Zuwendung und mehr kindgerechte Bildung und Betreuung - deswegen mehr und bessere Ganztagsschulen sowie Ganztagskindergärten. Diese Interessen müssen in geeigneter Form in Politik, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft vertreten werden. Unser Sozialstaat steht in der Verantwortung, sich für die Interessen Allerziehender einzusetzen und Angebote für diese Gruppe zu machen.

III. Fazit

Einleitend stellte ich mir die Frage: „Wie viel Auflösung der Gemeinschaft verträgt der Mensch?“

Abschließend stellt sich mir die Frage: „Wie viel Bindung als sichere Basis braucht der Mensch?“

Diese Fragen kann man stellen, wenn man sich mit der Identitätsentwicklung zwischen persönlichen Wünschen, biographischen Erfahrungen und gesellschaftlichen Entwicklungen befasst. Identitätskonzepten haftet dann immer
etwas von „Versuch“ und „vorläufiger Gültigkeit“ an. Weil der Erziehungsalltag so facettenreich, jede Erziehungssituation von den Beteiligten so unterschiedlich
erlebt und geprägt wird, können die in den Ratgebern beschriebenen Standardsituationen nur selten auf die individuelle Lebenswirklichkeit übertragen werden. Ich bin der Meinung, dass der Mensch Bindung braucht. An liebe Menschen, an seine Heimat, an sein zu Hause, an sein Land.
Diese Bindung, verbunden mit wachsender Liebe zu allen Bereichen, kann nur entstehen, wenn Vertrauen existiert. Ziel eines jeden Menschen in unserer Gesellschaft, unabhängig aus welcher Funktion heraus man gerade denkt und agiert, muss die Bildung eines solchen Vertrauens sein. Der große Organismus Gesellschaft muss für die Gesundheit und Funktion seiner einzelnen Zellen, den Familien, sorgen und umgekehrt müssen die Zellen für die Funktion und Gesundheit des Organismus sorgen.
Eine familienfreundliche Gesellschaft, in der auch die Alleinerziehenden einen festen, gleichberechtigten Stellenwert haben, braucht:

• stärkere gesellschaftliche und politische Anerkennung der Familientätigkeit
• besseren Ausgleich der Belastungen und wirtschaftlichen Nachteile, die Familien durch die Erziehung von Kindern in Kauf nehmen, wobei z. B. Alleinerziehende, die außerhalb der Ehe vergleichbare familiale Leistungen erbringen, einen entsprechenden Anspruch haben
• deutlich stärkere Berücksichtigung der Erziehungsarbeit in der Renten- und Pflegeversicherung für die Eltern, die aufgrund ihrer Kinder nicht erwerbstätig sind
• stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse von Familien in der Arbeitswelt und in den Betrieben z.B. durch mehr qualifizierte Teilzeitarbeitsplätze und
eine Erhöhung der Zeitsouveränität von Eltern durch Flexibilisierung der Arbeitszeit und der Arbeitsformen
• ausreichende Bereitstellung von wohnortnahen Hort- und Kindergartenplätzen
• dem Bedarf entsprechendes plurales Angebot an Schwangeren- und Familienberatung sowie Familienhilfe und Familienbildung
• Bereitstellung von familiengerechtem Wohnraum und Wohneigentum
Stichworte: günstige Baugrundstücke, Erbpacht sowie eines kinder- und familiengerechten Wohnumfelds durch die Kommunen
• besondere, vor allem sprachliche Förderung für Ausländerfamilien.

Beruf oder Familie? - Beides!
Die Familie steht heute in Konkurrenz zu anderen Lebensentwürfen, die attraktive Freiräume für Beruf und Freizeit bieten und oft auch materiell wesentlich interessanter sind. Die gleichzeitige Berufstätigkeit beider Partner ist das heute mehrheitlich gewünschte Lebensentwurfmodell. Die meisten jungen Menschen wollen nicht vor die Alternative Beruf oder Familie gestellt werden. Gefragt ist heute die möglichst reibungslose Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Das Problem, Beruf und Familie vernünftig in Einklang zu bringen, ist in unserer Gesellschaft vor allem ein Frauenproblem. Hier müssen wir ansetzen. Berufstätigkeit und Elternschaft sinnvoll zu kombinieren darf in einer modernen Gesellschaft nicht das ausschließliche Problem von Frauen sein. Eine Entscheidung für Kinder darf vor allen Dingen nicht das Aus für eine Ausbildung oder die berufliche Entwicklung bedeuten.

Vor die Frage gestellt, ob wir in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts die jobgerechte Familie oder den familiengerechten Job wollen, fällt aus meiner Sicht die Entscheidung nicht schwer.

Wir brauchen mehr Flexibilität in unseren Kinderbetreuungseinrichtungen.
Wir müssen Mittel und Wege finden, unser Arbeitsleben familienfreundlicher zu organisieren. Die Behauptung, dies sei unmöglich, ist von der Erfahrung widerlegt.

IV. Literaturverzeichnis

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundeszentrale für politische Bildung ; Informationen zur politischen Bildung
Aus Politik und Zeitgeschichte (B 22-23/2002)
Familienbericht der Bundesregierung von 1979: Nr. 13
Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 4., völlig
überarbeitete und aktualisierte Auflage, Bonn 2000.
Lehrbuch der Sozialwirtschaft, 2. Aufl. Arnold/Maelicke. Nomos Verlagsgesellschaft
Baden Baden 2003
Schriftenreihe des Diözesan-Caritasverbandes Köln / Heft 59
Wörterbuch der Soziologie; 2. Aufl. Endruweit, Günter / Trommsdorff, Gisela
Stuttgart 2002
Online Quellen
www.bpb.de
www.bundesregierung.de
www.familienhandbuch.de
www.soziologie.de
www.wikipedia.de
www.wissen.de
Allgemeine Strukturdaten zu Einelternfamilien findet man beim:
Verband allein erziehender Mütter und Väter, Bundesverband e. V., Hasenheide 70,
10967 Berlin
Berlin, 28.09.2003

Ausarbeitung von Claudia Beyer zum Thema: „Alleinerziehend in Deutschland“ 7.02.2005

  • Kommentare(0)//www.claudiabeyer.de/#post11